Oberhausener Kanu-Verein von 1928 e.V.
Sonderseite zur Pandemielage
Für einen schnelleren Überblick haben wir alle Einschränkungen und Änderungen auf einer Sonderseite zur aktuellen Pandemielage zusammengefasst.

Kanusport im ♡ des Ruhrgebiets


Unser Sport

Jugend

Neugierig?

Aktuelles

Der Oberhausener Kanu-Verein von 1928 e.V.

92 Jahre Vereinshistorie
Über 140 Mitglieder
viele Engagierte

Der OKV wurde im Jahr 1928 in einer kleinen Gaststätte in Oberhausen gegründet. Damit sind wir auch einer der ältesten Kanu-Vereine in Oberhausen.

Der Kanu-Wandersport ist sehr...

... naturnah

Beim ersten Gedanken an das Ruhrgebiet denkt man sofort an Kohle und Stahl. Doch vom Wasser aus zeigt sich unser Revier von der grünen Seite.

... entschleunigend

Im Zeitalter der Mobilität und der dauerhaften Erreichbarkeit ist es immer wichtiger Zeit für sich selbst zu finden und die inneren Akkus am Starkstrom aufzuladen. Auf dem Wasser hat man die beste Gelegenheit dazu.

... bunt

Die Vielfalt des Kanusports ist riesig. Egal ob alt oder jung, Anfänger oder Fortgeschrittener. Jeder ist herzlichst willkommen.

... gemeinschaftlich

Was bringen einem die besten Erlebnisse, wenn man diese alleine erlebt und mit keinem teilen kann?

Beim Oberhausener Kanu-Verein treffen sich aus diesem Grund viele Vereinsmitglieder um gemeinsam paddeln zu gehen und besondere Momente zu erleben.

Der Kanu-Wildwassersport ist sehr...

... actionreich

Hohe Wellen, Stromschnellen oder befahrbare Wehre: Für jeden ist das passende dabei, ob Abenteuersuchender oder Adrenalinsüchtiger.

... nass

Egal ob auf dem Wasser oder in der Welle. Gerade im Wildwasser bleibt man nicht trocken. Schwimmen nicht ausgeschlossen.

... vertrauensvoll

Nur gemeinsam wird man das Ziel erreichen. Dafür muss man sich auf andere verlassen und sich gleichzeitig um andere kümmern.

... sicher

Von den richtigen Paddeltechniken, übers Wasserlesen, bis hin zum Retten und Bergen. Diese Aktivitäten werden gelernt und regelmäßig aufgefrischt.

Kanusport zum Feierabend ...

... der optimale Start

Nach dem Feierabend das Boot schnappen und eine Runde auf dem Hausgewässer drehen. Der optimale Start in den Feierabend.

... zentral gelegen

Wir liegen mittig in Oberhausen. Das sorgt für kurze Wege und zu einem schnelleren Start.

... einfach losfahren

Kein Gedanken über das Shuttlen machen müssen, beziehungsweise lange Wege einplanen. Einfach das Boot nehmen und direkt vor der Tür auf den Rhein-Herne-Kanal legen. Und auf geht's!

...Power Off!

Es ist wie ein Schalter: gerade auf Wasser und die Last des ganzen Tages fällt ab. Blick nach vorne und einfach abschalten!

Kanusport als Familie ...

... jeder kann dabei sein

Egal ob Mutter, Vater, Sohn, Tochter, Oma und Opa, der Kanusport ist für jeden etwas. Und die Liste muss hier definitiv noch nicht Ende sein.

... gemeinsam Zeit verbringen

Im Alltag sieht man sich häufig nur noch auf dem Sprung. Der Kanusport bringt die Familie zusammen und das häufig in entspannter Atmosphäre.

... für jeden was dabei

Währen die Einen lieber die Natur genießen und gemächlich voranpaddeln, können die anderen sich zwischenzeitlich auch gerne Mal auspowern. Und für ein gemeinsames Schwätzchen wird sich immer die Zeit finden.

... die andere Art des Urlaubes

Gemeinsam in die Großstadt oder zum Bauernhof fahren, den Plan kennen viele. Aber warum nicht mal gemeinschaftlich zur Weser? Abwechslung ist garantiert und vom Wasser aus haben die Städte ihren ganz persönlichen Charm.

Auszeichnung: Aktiv für Familien

Der Deutsche Kanu-Verband zeichnet uns als „Aktiv für Familien“ aus. Mit dieser Auszeichnung unterstreicht der DKV das offene und familienfreundliche Angebot und ehrt die Arbeit des Oberhausener Kanu-Verein und das Engagement aller aktiven Mitglieder. Dafür sagen wir Danke!

Für die Vergabe der Auszeichnung hat der Deutsche Kanu-Verband den Verein in Hinblick auf 5 Schwerpunkten untersucht: Strukturelle Voraussetzung, Familienspezifischen Angebot, Engagement und Betreuung, Ehrenamt sowie Mitarbeiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit.

Jugend

In unserer Jugend wird der Spaß am Paddelsport, aber auch eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung sehr hoch gewichtet. Neben vielen Aktivitäten auf, im und am Wasser, geht die Jugend auch Klettern, Trampolin springen oder haben die eine oder andere außergewöhnliche Idee. Warum nicht?

Ein Beispiel: Der letzte Trainingstag bei Schneewetter, wurde erstmal zum booteln (Rodeln mit dem Boot) genutzt.

Elternfreie-Zeit oder doch lieber Familienfest?

Unsere Aktionen sind sehr vielfältig. Auf der einen Seite wollen wir den Kindern und Jugendlichen eine Gemeinschaft bieten, in welcher sie auch mal "Elternfreie Zeit" genießen können, aber auf der anderen Seite darf es gerne auch etwas familiär werden.

Doch nur weil die Eltern nicht immer dabei sind, wird die Zeit nicht allein verbracht. Verein bedeutet Gemeinschaft, das beinhaltet Vertrauen, Respekt und gegenseitige Hilfe.

Jugendlicher sein, heißt...

...maximal 26 Jahre jung sein. Damit richten wir uns an die Altersstruktur der Sportjugend NRW.

Jugendwart, Übungsleiter, Gruppenhelfer, Jugendsprecher...

Wer soll denn da noch durchblicken?

Jugendwart | Die Organisatoren
Unsere Jugend ist eigenständig strukturiert und wird von den beiden Jugendwarten organisiert und verwaltet. Sie sind die Ansprechpartner in Sachen Jugendarbeit im Verein.

Übungsleiter | Die Engagierten
Die Übungsleiter sind unsere Allrounder, deren Schwerpunkt auf der Durchführung des allgemeinen Trainingsbetriebes liegt. Unter deren Anleitung lernen unsere Kinder und Jugendlichen das Paddeln auf dem Rhein-Herne-Kanal und auf anderen Gewässern.

Gruppenhelfer | Die Interessierten
Wenn Jugendliche Interesse am Trainingsbetrieb haben, dann versuchen wir diese mit einzubinden. Zudem bieten wir die Möglichkeit zum Besuchen einer Sporthelfer-Ausbildung (ehemalig Gruppenhelfer) an, in welcher das theoretische Grundwissen, aber auch einige praktische Tipps für den allgemeinen Trainingsbetrieb vermittelt wird.

Jugendsprecher | Die Zuhörenden
Last but not least, gibt es in der Jugend noch das Amt der Jugendsprecher. Unsere 4 Jugendsprecher bilden zusammen mit den Jugendwarten den Jugendvorstand. Die Jugendsprecher sind Ansprechpartner für kleinere Probleme, und werden genauso wie die Jugendwarte von der Jugend gewählt.

Wie es allerdings im Ehrenamt üblich ist, verlaufen die Grenzen der Aufgaben fließend und das Eine schließt das Andere nicht aus.

KIK-Zertifiziert

Seit Dezember 2018 sind wird sogar von der KanuJugend des Kanu-Verband NRW mit dem KIK-Zertifikat als kinderfreundlich ausgezeichnet. KIK steht für Kids im Kanu.

Mit dem KIK-Zertifikat werden Vereine ausgezeichnet, die in ihrer Kinder- und Jugendarbeit einen vom Verband erwarteten Mindeststandard haben. Dazu gehören neben den existierenden Jugendstrukturen, wie eine vorhandene Jugendordnung oder einen Jugendvorstand, ein großes Angebot für die großen und kleinen Kanuten. Dieses besteht einmal aus der sportlichen Ausbildung, aber auch aus alternativen außersportlichen Angeboten. Aber nicht nur die Arbeit, die im Verein ausgeführt wird, sondern auch die existierenden gültigen Lizenzen aller Übungsleiter und Jugendleiter werden dabei überprüft. Die Gültigkeitsdauer der Auszeichnung beträgt 4 Jahre.

Wir sind profiliert!

Ende September 2017 haben sich einige Jugendwarte und Übungsleiter von uns zusammengesetzt und sich mit der Kinder- und Jugendarbeit des Vereins auseinandergesetzt. Dieses wurde von der Geschäftsstelle des Kanu-Verbandes NRW begleitet und mit Materialien der Sportjugend NRW erarbeitet. Dabei wurden nicht nur die eigenen Strukturen und das Angebot betrachtet, sondern auch welche Stärken und Schwächen der Verein hat. Seitdem wird gemeinsam an diesen Themen weiter gearbeitet und ein reger Austausch mit dem Kanu-Verband NRW gepflegt. Nur wer sich selbst kritisch hinterfragt, der kann sich verbessern!


Auszeichnung: Jugendfreundlicher Verein

Von der Sportjugend Oberhausen wurden wir für unsere Kinder- und Jugendfreundliche Arbeit mit der Auszeichnung "Jugendfreundlicher Verein" ausgezeichnet. Neben den strukturellen Gegebenheiten, das stattfindende Angebot, stehen auch die gültigen Lizensierungen aller Teilnehmenden Übungsleitern, Jugenleitern und Sporthelfern im Schwerpunkt des Jugendfreundlichen Vereins. Die Auszeichnung ist 4 Jahre gültig.

Neugierig?

Dir gefällt was wir machen? Du möchtest Teil der Gemeinschaft werden, oder einfach nur den Kanusport ausprobieren?

Dann schau vorbei!

Such dir unter den folgenden »Trainingszeiten den passenden Termin aus und schnupper in unseren Sport. Wir bezeichnen es zwar als Jugendtraining, aber auch Erwachsene sind herzlichst dazu eingeladen. An diesem Tag sind unsere Übungsleiter anwesend und stehen dir mit Rat und Tat zur Verfügung.

Du bist unter 18?

Dann bring bitte beim ersten Mal ein Elternteil und eine Kopie deines Schwimmabzeichens mit. Aus Sicherheitsgründen muss dieses mindestens Bronze sein.

Du hast das Gefühl noch zu jung zu sein?

Wenn du Bronze hast, bist du es nicht. Früh übt sich.

Du hast das Gefühl zu alt zu sein?

Wirklich? Du bezeichnest dich als alt? Es ist nie zu spät zum Kanufahren.

Tasche schon gepackt?

Sportsachen, Schuhe die nass werden dürfen, eine Käppi, Sonnencreme oder Regenjacke, ein Handtuch, sowie Wechselkleidung sollten sich idealerweise darin befinden, solltest du keine Paddelkleidung haben.

Navi eingeschaltet?

Du findest uns hier: Lindnerstr. 8; 46149 Oberhausen

Noch weitere Fragen, oder dir passen die Zeiten nicht?

Dann tritt mit uns in Kontakt. Wir beißen nicht, versprochen!


Zum Kontaktformular

Training

Ob Kanufahren, Kentern üben oder die Fittness im Hallenbad oder der Sporthalle stärken. Für Jeden ist etwas dabei. Und immer gilt: Keine Musterung, kein Leistungsdruck sondern Spaß, bitte! Im Sommer sind wir lieber auf dem Wasser unterwegs, aus diesem Grund finden einige Alternativangebote nur im Winter statt. Unsere aktuellen Zeiten sind:

Jugend

Montags und mittwochs von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr. Kein Training in den Ferien.

Schwimmtraining

Samstags von 17:45 Uhr bis 19:00 Uhr im Hallenbad Sterkrade. Nur während der Wintersaison.

Hallensport

Dienstags von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der Turnhalle Bertha-von-Suttner Gymnasium (Eingang Goethestr.).
 

Kentertraining

Treffen ist samstags um 10:15 Uhr am Vereinsheim. Ende ist gegen 13:30 Uhr. Nur während der Wintersaison.
 

Wanderfahrertreffen

Unsere Wanderfahrer treffen sich nach Absprache, dieses ist häufig freitags ab 16:00 Uhr.

Auszeichnung Aktiver Kanu-Verein

Für unsere Angebot sind wir mit der Auszeichnung "Aktiver Kanu-Verein" vom Deutschen Kanu-Verband ausgezeichnet worden. Mit der Auszeichnung bestätigt der DKV, dass der Verein ein Kinder- und Jgendanteil von mindestens 15% hat, die Bereitschaft zeigt, neue Mitglieder aufzunehmen und mindestens eine Aktivität pro Woche anbietet.

Mitgliedsbeiträge

Die einen bezeichnen es als Geld, die anderen als Kronen oder Almosen. Für uns ist es die Möglichkeit euch etwas zu bieten. Dies beinhaltet ein regelmäßiges Training, Bootsmaterial und Schwimwesten zum Ausleihen, ein großes Fahrten und Veranstaltungsangebot und nicht zu vergessen einen wunderschönen Ort um sich mit anderen zu treffen.

Unsere Beiträge ab Juli 2009:

MonatHalbjahrJahr
Erwachsener10,00 Euro60,00 Euro120,00 Euro
Partner5,50 Euro33,00 Euro66,00 Euro
6-14 Jahre4,00 Euro24,00 Euro48,00 Euro
15-18 Jahre6,00 Euro36,00 Euro72,00 Euro
Bootsplatz2,00 Euro12,00 Euro24,00 Euro

Die Aufnahmegebühr beträgt 20 Euro.

Der »Aufnahmeantrag kann alternativ auch im Verein abgeholt werden.

Ansprechpartner

Personen aus dem Vorstand:



Birgit
Bieber

Vorsitzende
 

Christof
Ostwald

2. Vorsitzender
 

Andreas
Geßner

Geschäftsführer
 

Kyra
Bieber

Kassenwartin
 

Ralf
Kleckers

Wanderwart
 

Dirk
Schaefer

Sportwart und Übungsleiter

Tim
Stromenger

Jugendwart und Übungsleiter

Yannick
Jung

Stellv. Jugendwart
 

Marcel
Bieber

Technischer Leiter und Übungsleiter

Marion
Aukam

Frauenwartin
 

Mark
Panek

Pressewart und Übungsleiter

und weitere wichtige Amtsinhaber:



Monika
Janzen

Bootshauswartin
 

Max
Faets

Übungsleiter
 

Kalli
Wiesenmüller

Gruppenhelfer und Jugendsprecher

Thies
Seipenbusch

Jugendsprecher
 

Carol-Ann
Dobmann

Jugendsprecherin
 

Carolin
Albrecht

Jugendsprecherin
 

Kontakt

Mit Hilfe des Kontaktformulares hast du die Möglichkeit, uns schnell und unkompliziert zu erreichen.
Meine Kontaktdaten

Mein Thema / Ansprechpartner
Meine Nachricht

Sicherheitsabfrage und Erklärung

* Pflichtfelder


Aktuelles

Was gibt es neues?

Unsere Informationen verschicken wir mittlerweie auch als E-Mail Newsletter an unsere Vereinsmitglieder. Bei Interesse bitte mit dem Vorstand in Kontakt treten.

Sonderseite Pandemie

18.05.2020 - Mark
Alle aktuellen Änderungen innerhalb des Vereins die durch die aktuelle Pandemie auftauchen, sind auf unserer Sonderseite aufgeführt. Dort sind auch die aktuellen Bedingungen für die unterschiedlichen Trainingsarten gelistet.

der Vorstand informiert:

25.04.2020 - Mark
Lieber Vereinsmitglieder, liebe Freunde,

leider dauert die Pandemie und ihre schwerwiegenden Folgen auch für unser Vereinsleben immer noch an.

Trotz der ersten allgemeinen Lockerungen sehen wir uns gezwungen alle Veranstaltungen bis zu den Sommerferien abzusagen.
Wir hoffen natürlich, unsere traditionelle Pfingstfahrt doch noch kurzfristig veranstalten zu können. Das würden wir dann schnellstmöglich mitteilen.
Ein Wiedereinstieg in den Vereinssport ist noch nicht abzusehen.
Es gibt aber erste Überlegungen in dieser Hinsicht. Wir bleiben am Ball. Hoffen wir auch hier das Beste.

Bleibt alle gesund!

Birgit Bieber
1. Vorsitzende
im Namen des Vorstands des Oberhausener Kanu-Vereins von 1928 e.V.


Termine

Folgende bevorstehende Veranstaltungen sind von uns geplant.

Für weitere Informationen bitte auf die entsprechende Veranstaltung klicken.

Aktivitäten

Wer etwas erlebt hat, der hat auch etwas zu berichten.

Ein herzliches Ahoi vom Onkel Gerd! - Teil 5 -

01.05.2020
...und gleichzeitig auch das Ende

oder: wer schreibt, bleibt

Es geht jetzt wieder ziemlich direkt rein in den Biesbosch. Zunächst einmal in den Hafen Vissershang, der eine gute Basis für eine Tagestour darstellt. Je nach Verkehrslage ist man vom OKV in gut zwei Stunden dort. Der Kilometerzähler im Wagen zeigt dann gut 190 Kilometer mehr an. Wir melden uns bei einem der Hafenmeister – vorher hatte ich angerufen und gefragt, ob wir unser Boot dort für zwei oder drei Tage an Lande parken dürfen – und nach ein paar freundlichen Begrüßungsworten zeigt er uns eine Stelle, wo wir unser Faltboot bequem aufbauen und auch über Nacht lagern können. Wir bekommen einen Chip für die Schranke, damit wir mit dem Wagen auf das Gelände kommen. Ein paar Gulden kostet die einmalige Einfahrt, der Hafen, Stichting Havenbeheer Vissershang, möchte schließlich finanziert sein. Auf dem Gelände gibt es eine kleine Gastronomie, Duschen, Toiletten und für unseren Klepper einen guten Steg, um ihn komfortabel aufs Wasser zu bringen. Eine erste Rundfahrt sieht dann so aus:

Wir haben ausgiebig gefrühstückt, sind bester Laune, es ist sehr früher Vormittag und die Sonne lacht. Wir legen gut gelaunt ab, fahren vom Steg rechts in Richtung Hafenende, dann geht es scharf nach links und wir paddeln durch eine lauschige Waldstrecke, bis wir das Bovenste Gat van het Zand erreichen. Dort biegen wir rechts ab, die Wasserfläche ist hier deutlich breiter, wir sehen am rechten und linken Ufer dichte Bewaldung. Das linke Ufer ist Teil einer Insel, rechts und links davon geht dann das Gat vorbei. Wir erreichen schließlich das Steurgat, so steht es jedenfalls in der ANWB Waterkaart. Bei Google Maps sind teilweise andere Bezeichnungen aufgeführt – warum weiß ich nicht. Anhand der Karte sehen wir jedoch immer (fast immer) wo wir uns gerade befinden. Zur Linken sehen wir eine große gesperrte Abzweigung, da paddeln wir hin, denn von dort geht, etwas versteckt, ein kleiner Wasserlauf ab, der für uns Paddler natürlich reizvoll ist. Wir kommen knapp durch, es ist sehr eng, das Wasser nicht sehr tief, aber schließlich finden wir gut aus diesem urwaldähnlichen Gebiet wieder heraus und erreichen wieder ein größeres Gewässer: Ruigt of Ruigt. Hier biegen wir links ab, denn wir wollen zur Rietplaat. Es handelt sich hierbei um eine kleine Insel mit zwei Sandstränden. Wir halten Kurs geradeaus, wollen, wegen des guten Wetters, aber einen kleinen Umweg wagen. Nach zwei oder drei Kilometern biegen wir nach links ab, es ist das kleine Buiten Kooigat. Für uns Paddler eine reizvolle Strecke, weil recht schmal. Platz zum Wenden wäre allerdings noch reichlich. Es gehen rechts immer wieder kleine Stichkanäle ab, für jegliche Boote gesperrt. Meistens ist eine Barriere aus schwimmenden Balken vorhanden oder eine Ketten mit Bojen. Zur Linken kommt schließlich die Pumpstation zum Sparbecken Honderet en Dertig in Sicht – wir sind auf dem richtigen Weg. Die Spitze einer kleinen Insel taucht auf, wir fahren links vorbei, die Spitze einer weiteren kleinen Insel erscheint, wir fahren rechts vorbei. Was sich hier so locker liest und auf der Karte sehr übersichtlich aussieht, gestaltet sich, wenn man mit den Augen gerade achtzig oder neunzig Zentimeter über dem Wasserspiegel ist, nicht annähernd so einfach. Da ist vor lauter Schilf nicht immer alles genau zu erkennen. Wir kommen aber gut durch und gut vorbei und peilen dann, es ist hier wieder deutlich breiter, fast schon ein See, Norder Jonge Deen an. Hier gilt es, aufzupassen: Eine Sandbank mit gerade einmal 10 cm Wassertiefe muss rechts umfahren werden und die Einfahrt zum Norder Jonge Deen hat nur 20 cm Wassertiefe. Im Boot sitzend ist beim Blick auf das Wasser, selbst wenn man genau hinschaut, nicht zu erkennen, wie tief es ist. Wir kommen aber gut durch, es ist eine idyllische Durchfahrt auf die andere Seite des Polders. Wir fahren rechts weiter und nehmen nach ein paar Kilometern rechts das Slot beneden Petrus, welches uns wieder zurück auf die andere Seite des Polders bringt. Auch hier erleben wir wieder eine recht lauschige Durchfahrt. Wir nehmen Kurs auf die Rietplaat und steuern den westlichen der beiden Sandstrände an. Das Boot wird auf das Ufer gezogen, die Decke ausgebreitet und wir pausieren. Brot, Obst und Getränke haben wir ja schließlich mitgenommen, um dort ein Picknick zu machen. Es tut auch gut, sich etwas ausgiebiger die Beine zu vertreten. Das Wasser am Sandstrand ist klar, bei entsprechender Wassertemperatur wäre es eine schöne Stelle, um ausgiebig Schwimmen zu gehen. Uns ist aber nicht danach, es geht wieder zurück in das Boot und der Rückweg zum Hafen beginnt. Wir umrunden die Insel Ganze auf der linken Seite und passieren nach ein paar Kilometern wieder das Buiten Kooigat.

Wenn ich vorhin ausführlich die Wassertiefen erwähnt habe, geschah dies nicht ohne Grund. Als Alex und ich bei unseren ersten Touren im Biesbosch an der Rietplaat waren, haben wir die dreiteilige Insel Ganze an der rechten Seite umrundet. Um am Ende wieder auf das breite Fahrwasser zu kommen, muss eine Stelle passiert werden, die in der Karte mit zwanzig Zentimetern Wassertiefe eingezeichnet ist. Als wir dann mit unseren Paddeln direkt im Sand paddelten, hieß es für uns aussteigen und treideln. Der Biesbosch hat schwankende Wasserstände, das war uns wohl bekannt. Anhand der Karte, die wir ja auch dabei hatten, war die Tiefe ersichtlich, wir waren jedoch derart mit allen Sinnen in den Genuss des Paddelns durch diese wunderschöne Landschaft vertieft, dass die Wassertiefe in unseren Gedanken keinen Platz mehr hatte.

Hier noch ein paar Bemerkungen zu den Wasserständen in diesem Revier – keine Angst, nur ganz kurz:

Der Biesbosch ist das größte Süßwassergezeitengebiet Europas, bestehend aus einem Labyrinth von Bächen, Kanälen, größeren Wasserläufen, Sumpfwäldern, Riedflächen und auch offenen Weiden. Der Bau des Haringvlietdamms führte dazu, dass die Flut nicht mehr im Biesbosch ankam und bei Ebbe der Biesbosch noch recht viel Wasser behielt. Das führte zu gewissen Problemen bei Fauna und Flora, jetzt wird eine größere Menge Meerwasser bei Flut hineingelassen. Im Endeffekt gibt es Wasserstandsschwankungen von etwa einem halben Meter, mal mehr, mal weniger. Deshalb sollte man die Karten sorgfältig studieren, um immer ausreichend Wasser unter dem Kiel zu haben.

Während einer unserer Touren dort hörten wir hinter uns auf einmal ein merkwürdiges Geräusch. Brummen, etwas Musik, viele Menschen, die sich unterhielten. Es war das Partyschip Zilvermeeuw 2 – mit 6,9 Meter Breite und 38,4 Meter Länge etwas umfangreicher als wir. Bis zu 300 Personen können an Bord gehen. Wir ließen das Schiff vorbei und schauten fasziniert, wie es sich durch die Kurven bewegte. Viel Platz rechts und links war da nicht. Schnell war der Spuk vorbei.
Ein andermal begegneten wir, als wir um eine Kurve fuhren, einigen Schottischen Hochlandrindern, die teilweise sogar im Wasser standen. Sie schauten uns ebenso neugierig an, wie wir sie. Ein kurzes Stück weiter sahen wir so etwas wie einen Bauernhof. Ein paar kleine Motorjachten lagen dort und daneben ein Binnenschiff. Recht klein, nur 29 Meter lang: Postsloot stand am Bug. Es kurvt, ich habe hinterher nachgeschaut, zwischen Vissershang, Hank und Biesbosch. Es ist schon erstaunlich, wie diese nicht gerade kleinen Schiffe solch entlegene Ecken erreichen.

Zum Abschluss ein paar Hinweise für die Tourenplanung
Unsere Touren im Gebiet Weerribben und De Wieden waren zwischen 15 und 30 Kilometer lang, die Touren im Biesbosch zwischen 15 und 35 km lang.
Um die Ecke vom Hafen Vissershang ist noch ein kleines Revier mit Namen Aakvlai. Für eine Nachmittagsspazierfahrt gut geeignet. Offenbar von Menschenhand angelegt. Ganz viele kleine Inseln mit viel Wald drauf. Ein Minilabyrinth.

Auch für den Biesbosch gilt: Feiertage und Wochenenden sowie Brückentage vermeiden, ansonsten ist da zu viel los. Es lohnt sich, zwei oder drei Tage Urlaub zu nehmen und in aller Ruhe die Natur dort zu genießen.

Ahoi und Glückauf!

Onkel Gerd
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Ein herzliches Ahoi vom Onkel Gerd! - Teil 4 -

25.04.2020
oder: wer schreibt, bleibt

Wir bewegen uns jetzt von der Ansiedlung Dwarsgracht gute 170 Kilometer südwestlich in den Biesbosch. Als Fortbewegungsmittel ist hier das Auto sehr hilfreich. Alex und ich waren zweimal im Biesbosch paddeln, übernachtet haben wir beim ersten Mal in Geertruidenberg, unser Boot – wie ihr wisst ein Klepper-Zweier – lagerte, wenn er nicht gerade mit uns auf dem Wasser unterwegs war, im Hafen der Watersportvereniging Gertruidenberg.
Beim zweiten Mal hatten wir »weiterlesen
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Ein herzliches Ahoi vom Onkel Gerd! - Teil 3 -

16.04.2020
oder: wer schreibt, bleibt

Wir bleiben in der Gegend, wechseln aber den Übernachtungsort. Es geht jetzt nach Dwarsgracht, eine kleine Gemeinde mit etwas mehr oder etwas weniger als 150 Einwohnern, ein paar Grachten mit kleinen Brücken darüber, alles recht ruhig und beschaulich. Die Post kommt mit dem Boot und überhaupt ist das Boot hier das Fortbewegungsmittel der Wahl. Wir, Alex und ich, haben hier zweimal in einem kleinen Appartement direkt am Wasser übernachtet. Der Weg dorthin geht »weiterlesen
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Ein herzliches Ahoi vom Onkel Gerd! - Teil 2 -

11.04.2020
oder : wer schreibt, bleibt

Wie angekündigt, kommt hier wieder etwas Lesestoff. Ich werde allerdings jetzt nicht sofort mit dem Nationalpark De Wieden beginnen, sondern zunächst ein paar Jahrzehnte in der Zeit zurückgehen. Es war ungefähr in der Mitte der 70er-Jahre, als ich zum ersten Mal in den Niederlanden auf dem Wasser war. Wir waren insgesamt mit acht jungen Leuten (ich gehörte damals zu den jungen Leuten) auf einem gut zwölf Meter langen Charterboot auf den Loosdrechtse Plassen »weiterlesen
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